LEHREN DES SHABAAL

Ein später Zeitgenosse des Propheten Seno von Jhelom, war der Prophet Shabaal im Gegensatz zu dem gelehrten Priester ein gebürtiger Viehhirte, der sich in jungen Jahren als Söldner verdingt hatte und darüber zu einigem Wohlstand gekommen war. Zunächst führte er eine kleinere Gruppe "freier Söldner" an – Berichten zufolge wohl eher eine Räuberbande – die er jedoch relativ schnell mit den Lehren Senos vertraut machte, nachdem er dem großen Denker in Yew begegnet und "geläutert" worden war. Dabei hob er auch in seiner folgenden Zeit als Wanderprediger jedoch stets nur Teile der senoitischen Prophezeiungen hervor und ergänzte diese nach und nach durch eigene Thesen, nachdem auch er angeblich die Heilige Flamme erblickt hatte. Im Gegensatz zu seinem Vorredner vertrat er seinem Hintergrund entsprechend eine recht kriegerische Auffassung. Seine Auslegungen und Prophezeiungen schrieb er in insgesamt drei Büchern nieder. Der Glaube, der auf seine Werke zurückgeht, wird als "Shabaalismus" bezeichnet.

Hier einige Auszüge aus den Büchern Shabaals:

3. Shabaal Kap. 6, Verse 21 ff.:
(21) Und was, so frage ich euch ist nun das Recht eines Gläubigen einem sündigen Haupt gegenüber? Ist es nicht das Recht des Rettbaren, den zu vernichten, der ihm Rettung verwehrt?
(22) Ich sage euch: ja! Das ist das Recht des Rettbaren.
(23) Doch darf der Versuch nicht fehlen, das sündige Haupt zum rechten Glauben bekehrt zu haben. Denn einen Rettbaren zu vernichten, ist selbst das Werk eines sündigen Hauptes. Drum so fragt den Sünder, ob er sich will bekehren lassen; doch verneint er, so vernichtet ihn und damit einen der Dämonen der Verdammnis, deren Zahl sich nach der Zahl der sündigen Häupter richtet, wie Seno euch berichtete.
(24) Und laßt nicht ab, von der Verkündigung des Senoismus durch Shabaal, den geliebten Propheten der Flamme und alle Träger der inneren Flamme, und ihr Träger der Flamme laßt nicht ab vom Amt des Verkünders.
(25) Steht fest in eurem Glauben, denn der wird euch erretten.